Erfahrungsbericht „Liberating Structures“

Agile Zusammenarbeit - Liberating Structures

Quelle: liberatingstructures.de

Liberating Structures – befreiende Strukturen: eine vielversprechende Bezeichnung für 33 Methoden, die die Zusammenarbeit in Teams verbessern sollen. Was genau dahinter steckt, haben wir bei unserem ersten Liberating-Structutes-Meetup am 25. Januar 2018 in Köln erfahren.

Für die Gruppe Kölner Agilsten, die die Veranstaltungsreihe 2017 ins Leben gerufen hat, war es bereits das zehnte Treffen zu den Fragen:

  • Wie können Entscheidungsprozesse in Gruppen sinnvoll organisiert werden?
  • Wie kann jeder Teilnehmer dabei sein Wissen und seine Potenziale produktiv einbringen?
  • Wie kann neue Inspiration in Teams entstehen und wie können alte Probleme wirkungsvoll gelöst werden?

Um Antworten darauf zu finden, erkunden die Teilnehmer in jedem Treffen eine kleine Auswahl der derzeit 33 Mikrostrukuren: Es wird ausprobiert, reflektiert und Feedback ausgetauscht. Das Besondere daran ist die Möglichkeit, jede dieser Methoden ohne den leisesten Anflug von Druck auszuprobieren – eine durchaus befreiende Angelegenheit.

Bei unserem ersten Meetup am 25. Januar durften wir diese vier der auf liberatingstructures.de verzeichneten Mikrostrukturen durchspielen:

Impromptu Networking

Eine schöne Methode, um den Einstieg in die Gruppe zu erleichtern und sich gegenseitig kennenzulernen. Als Leitgedanke haben wir mitgenommen: Besser drei Personen richtig kennenlernen, als alle nur ein bisschen.

Agree/Certainty Matrix

Diese Methode haben wir genutzt, um die Komplexität von Herausforderungen einzuschätzen und Lösungsansätze zu finden. Das Ergebnis der späteren Reflektion: Die Struktur kann Teams bestimmt sehr gut darin unterstützen, Herausforderungen einzustufen. Für eine heterogene Gruppe wie unsere war sie eher nicht geeignet.

Wise Crowds

Eine Spielart der kollegialen Beratung, die dem Titel „Liberating Structure“ alle Ehre macht. Hier hat eine Person die Möglichkeit, sich mit einer ihr wichtigen Fragestellung, einer Herausforderung oder einem Problem an die „Crowd“ zu wenden. Nachdem die Fragestellung kurz erläutert wird und die Teilnehmer Fragen dazu stellen können, zieht der Fragende sich komplett aus dem Gespräch zurück und hört sich an, wie die Gruppe sein Thema bespricht. In unserem Fall war das Ergebnis ein völlig neuer Blickwinkel auf das eigene Thema – gepaart mit der Errungenschaft neuer Lösungsansätze.

Conversation Café

Für die Abschlussrunde haben wir dieses Format genutzt, das jeden Teilnehmer ins Gespräch einbezieht. Die Methode ist einfach und erfüllt ihren Zweck: Es wird eine bestimmte Frage gestellt, für deren Beantwortung jeder Teilnehmer eine Minute Zeit hat. Das Ganze findet im Stuhlkreis unter Zuhilfenahme eines „Talking Sticks“ statt.

Unser Fazit zur Veranstaltung: Wir freuen uns schon auf das nächste Liberating-Structures-Meetup am 22. Februar!

Die Meetups in Köln finden übrigens regelmäßig am letzten Donnerstag im Monat statt. Eine Anmeldung über die Meetup-Gruppe Köln Liberating Structures ist erforderlich.

Wer Fragen oder Anregungen zu dem Thema hat, ist immer herzlich

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